Aktuelles Projekt
 
 

Geführte Tour (Bild 3/7)

  
 

 
Karten: über die Chormitglieder oder über  Beate Rux-Voss oder online über Pretix 

 

 
Trost und Auferstehung
 
Georg Friedrich Händels „Messiah“ zählt zu den „Sternstunden der Menschheit“, wie es Stefan Zweig im Jahr 1927 schrieb. Das Werk ist einer überraschenden Fügung zu verdanken. Händel erlebte in den 30er Jahren eine künstlerische und persönliche Krise, die auch mit der sozialen Krise zu tun hatte, die das kulturelle Klima in England veränderte. Die Industrialisierung trieb die Menschen in die Städte, wo sie unter teilweise katastrophalen Lebensverhältnissen existieren mussten. Überraschend sandte ihm sein Freund Charles Jennens das Libretto „The Messiah“ zu, darin Händel seine musikalische Inspiration und Schaffenskraft wiederfand und das Oratorium wie Im Rausch in nur drei Wochen komponierte. Selber getröstet durch die Bibelworte des Oratoriums, das mit „Tröstet, tröstet mein Volk!“ aus Jesaja 40, 1, einsetzt, habe der damals 56-jährige Händel bei der Komposition geradezu seine eigene „Auferstehung“ erfahren. Die Einnahmen aus der Uraufführung in Dublin und die der jährlichen Aufführungen im Londoner Foundling House spendete Händel den verschuldeten Landflüchtlingen und den Findelkindern.
 
Mozarts Messe in C-Dur, KV 317, ist für das Osterhochamt 1779 im Salzburger Dom entstanden. Erst später bekam sie durch Aufführung bei Krönungszeremonien den Beinamen „Krönungsmesse“.